Dr. med. Heike Viehweger
Dr. med. Anke Jahn
Dr. med. Michael Diedrich
Dipl. med. Beate Lindner-Martin
Mammographie Screening Programm






Mammographie-Screening Westsachsen

Zahlen und Fakten:

In Deutschland gibt es jährlich ca. 55.000 Neuerkrankungen an Mammakarzinom. Es handelt sich um die häufigste Krebserkrankung der Frau, 19.000 Patientinnen sterben jährlich. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 63 Jahren. Ziel des Mammographie-Screenings ist es, das Mammakarzinom bereits im Frühstadium zu erkennen, um so die Behandlungsaussichten zu verbessern und die Sterblichkeitsrate um 25 bis 35 % zu senken. Im Juni 2002 wurde die Einführung des Mammographie-Screenings in Deutschland durch einen parteiübergreifenden Ausschuss des Bundestages beschlossen. Im Herbst 2005 startete die erste Screeningeinheit. Seit 2008 läuft das Screeningprogramm Westsachsen.
 
Die Screeningeinheit Westsachsen arbeitet mit zwei stationären Mammographieeinheiten in Zwickau, Am Alten Steinweg 5 sowie im Krankenhaus Obergöltzsch, Rodewisch. Darüber hinaus ist eine mobile Mammographieeinheit (Trailer) im Einsatz, die auch die Randbereiche Westsachsens abdeckt. Das Areal Westsachsen umfasst Zwickau-Stadt, Zwickau-Land, Plauen-Stadt, den Vogtlandkreis, Stollberg, das Chemnitzer Land und die Region Aue-Schwarzenberg.

Ablauf:

Anspruchsberechtigt sind alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren. Die Einladung erfolgt über eine zentrale Stelle. In der Mammografieeinheit werden jeweils zwei vorgeschriebene Standardaufnahmen der rechten und der linken Brust durch speziell geschulte Röntgenassistentinnen erstellt. Die Aufnahmen werden durch zwei Ärzte unabhängig voneinander befundet (Doppelbefundung). Bei unauffälligem Befund wird die Klientin und der von ihr benannte Gynäkologe schriftlich über den Normalbefund informiert. Die Klientin erhält zwei Jahre später die nächste Einladung, dies bis zum vollendeten 69. Lebensjahr. Bei Auffälligkeiten oder einer Befunddiskrepanz zwischen beiden Ärzten wird der Befund unter Hinzuziehung des programmverantwortlichen Arztes (PVA) erneut diskutiert und entschieden, ob die Frau zur Abklärungsdiagnostik einbestellt wird. Dies bedeutet, dass die Klientin ärztlich untersucht wird, dass auf Voraufnahmen zurückgegriffen wird und zusätzliche Aufnahmen oder eine Ultraschalldiagnostik durchgeführt werden. In den meisten Fällen kann der Befund damit abgeklärt werden. In fraglichen oder suspekten Fällen wird der Befund punktiert, um Gewebeproben zu gewinnen. Das Ergebnis der Abklärungsdiagnostik und die Histologie des Biopsiebefundes werden in einer multidisziplinären Konferenz unter Anwesenheit eines Gynäkologen, eines Pathologen, des programmverantwortlichen Arztes und ggf. auch der Befunder erneut diskutiert und eine weitere Behandlungsstrategie erarbeitet, die mit der Klientin besprochen wird.

Einladung:

Die Frauen werden über die zentrale Einladungsstelle in Chemnitz (postleitzahlbezogen) zu einem vorgegebenen Termin eingeladen. Der Termin kann über eine kostenfreie Hotline-Nr. (Tel. 0371/91850999/ Fax 0371/91850900) verschoben werden.
Die Teilnahme am Screeningprogramm ist freiwillig und für die anspruchsberechtigte, gesetzlich krankenversicherte Frau kostenlos. Eine Praxisgebühr wird nicht erhoben.
Das Mammographie-Screening ist ein zusätzliches Angebot zur jährlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchung durch den Frauenarzt und ersetzt diese nicht.
Es besteht die Möglichkeit der vorzeitigen Selbsteinladung. Hierbei können Termine über die o. g. Hotline vereinbart werden.


Dr. Michael Diedrich
Programmverantwortlicher Arzt


Ärzte und Klientinnen können sich über das Programm auch auf folgenden Internetseiten informieren: 

www. ein-teil-von-mir.de
www. kooperationsgemeinschaft-mammographie.de


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